Leica – MP – User Manual

Category: Digital Camera, Film Camera, and Vintage Camera User Guides and Manuals

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LEICA MP
Bedienungsanleitung /
Instructions6 7 8 9 10 12 b 12 a 13 14 15 11
5
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3
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1
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163031 32
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28 27 26 25
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24
23Die CE-Kennzeichnung unserer Produkte dokumentiert die Ein-
haltung der grundlegenden Anforderungen der jeweils gültigen
EU-Richtlinien.
Warnhinweis
Moderne Elektronikbauelemente reagieren empfindlich auf elektrostatische Entladung.
Da sich Menschen z.B. beim Laufen über synthetischen Teppichboden leicht auf mehrere
10.000 Volt aufladen können, kann es beim Berühren Ihrer LEICA MP zu einer Entladung
kommen, insbesondere dann, wenn sie auf einer leitfähigen Unterlage liegt.
Betrifft sie nur das Kameragehäuse, ist diese Entladung für die Elektronik völlig ungefähr-
lich. Die nach außen geführten Kontakte, wie Batterie- oder Rückwandkontakte, sollten aller-
dings, trotz eingebauter zusätzlicher Schutzschaltungen, aus Sicherheitsgründen möglichst
nicht berührt werden.
Bitte benutzen Sie für eine eventuelle Reinigung der Kontakte nicht das Optik-Mikrofaser-
tuch (Synthetik), sondern ein Baumwoll- oder Leinentuch! Wenn Sie vorher bewusst an ein
Heizungs- oder Wasserrohr (leitfähiges, mit “Erde” verbundenes Material) fassen, wird Ihre
eventuelle elektrostatische Ladung mit Sicherheit abgebaut.
Bitte vermeiden Sie Verschmutzung und Oxidation der Kontakte auch durch trockene Lager-
ung Ihrer Leica im geschlossenen Zustand!1
Vorwort
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde,
Leica möchte sich bei Ihnen für den Erwerb der
LEICA MP bedanken und Sie zu Ihrer Entschei-
dung beglückwünschen. Sie haben mit dieser
einzigartigen Messsucher Kamera eine hervorra-
gende Wahl getroffen.
Wir wünschen Ihnen viel Freude und Erfolg beim
Fotografieren mit Ihrer neuen Leica.
Damit Sie alle Möglichkeiten Ihrer neuen Kamera
richtig nutzen können, empfehlen wir Ihnen,
zunächst diese Anleitung zu lesen.
English instructions
pages 54 –107Inhaltsverzeichnis
CE-Hinweis……………………………………………….u6
Vorwort ……………………………………………………..1
Bezeichnung der Teile ………………………………….4
Die Anzeigen im Sucher ……………………………….5
Befestigen des Tragriemens ………………………….6
Die Stromversorgung …………………………………..7
– Verwendbare Batterien ………………………………7
– Einsetzen und Auswechseln der Batterien……..7
– Automatische Batteriekontrolle……………………8
– Hinweise zur Batteriebenutzung…………………..9
Der Auslöseknopf………………………………………10
Das Zeit-Einstellrad ……………………………………10
Der Schnellschalthebel……………………………….11
Filmwechsel ……………………………………………..12
– Öffnen der Kamera…………………………………..12
– Einlegen eines Films…………………………………13
– Schließen der Kamera ………………………………13
– Transportieren auf die 1. Aufnahme ……………14
– Zurückspulen und Herausnehmen des Films..14
Einstellen der Filmempfindlichkeit………………..15
– Folgende Einstellungen sind möglich…………..16
Ansetzen eines Objektivs ……………………………16
Abnehmen eines Objektivs………………………….17
Der Aufbau von Leica M-Objektiven …………..17
– Der Entfernungs-Einstellring………………………18
– Der Blenden-Einstellring……………………………18
– Die Schärfentiefe-Skala…………………………….19
– Gegenlichtblenden …………………………………..20
– Die Verwendung bisheriger Leica M-Objektive….20
Richtiges Halten der Kamera……………………….21
Der Leuchtrahmen-Messsucher …………………..22
Der Bildfeldwähler……………………………………..24
Die Entfernungsmessung ……………………………26
– Mischbildmethode (Doppelbild) …………………26
– Schnittbildmethode………………………………….26
Die Belichtungsmessung…………………………….28
– Einschalten des Belichtungsmessers ………….28
– Einstellen der Belichtung / – einer passenden
Verschlusszeit-/Blenden-Kombination………..29
– Die B-Einstellung / Abschalten des
Belichtungsmessers…………………………………30
– Der Messbereich des Belichtungsmessers…..30
– Unterschreiten des Messbereichs………………30
– Messdiagramm ………………………………….31/33
– Die Messfeld-Orientierung im Sucher…32/34-35
– Allgemeine Hinweise zur
Belichtungsmessung ………………………………..36
2Der Blitzbetrieb …………………………………………38
– Verwendbare Blitzgeräte…………………………..38
– Aufsetzen und Anschließen des Blitzgeräts….39
Das Systemzubehör für die LEICA MP…………..40
– Wechselobjektive…………………………………….40
– Filter………………………………………………………40
– Objektivhalter M………………………………………41
– Sucher für 21/24/28mm-Objektive……………41
– Sucherlupe M 1.25x ………………………………..42
– Korrektionslinsen…………………………………….43
– LEICA MOTOR M ……………………………………..43
– LEICAVIT M …………………………………………….44
– Aufsetzbare Rückspulkurbel………………………44
– Handgriff M…………………………………………….45
– Taschen………………………………………………….45
Tipps zur Werterhaltung Ihrer Leica Kamera
und Objektive……………………………………………46
Stichwort-Verzeichnis ………………………………..48
Technische Daten………………………………………50
Weitere Leica Produkte………………………………52
– Projektoren …………………………………………….52
– Ferngläser und Spektive …………………………..52
Leica Akademie…………………………………………52
Leica im Internet……………………………………….53
Leica Infodienst…………………………………………53
Leica Kundendienst……………………………………53
3Bezeichnung der Teile
11. Haltestift des Bodendeckels
12. Batteriefachdeckel
13. Objektiv-Entriegelungsknopf
14. Ösen für Tragriemen
15. Hebel für Rückspulfreigabe
16. Automatisches Bildzählwerk
17. Auslöseknopf
18. Gewinde für Drahtauslöser
19. Schnellschalthebel für Verschlussaufzug und
Filmtransport (wird beim Fotografieren in Be-
reitschaftsstellung ausgeklappt)
10. Zeit-Einstellrad mit rastenden Einstellungen für:
• Manuell einstellbare Verschlußzeiten von
1s bis 1/1000s,
• für die Synchronzeit 1/50s für Blitzbetrieb,
und
• B/OFF für Langzeit-Belichtungen und Ab-
schaltung der Belichtungsmessung
11. Ausblickfenster des Entfernungsmessers
12. a. Zubehörschuh mit
b. Mittenkontakt für Blitzauslösung
13. Beleuchtungsfenster für die Leuchtrahmen
14. Ausblickfenster des Suchers mit Verspie-
gelungen zur besseren Erkennbarkeit der
LEDs bei sehr hellem Umfeld, sowie Gravur für
Sucher-Vergrößerungsfaktor
15. Ausziehbarer Rückspulknopf
16. Feststehender Ring mit
a. Index für Entfernungseinstellung,
b. rotem Indexknopf für Objektivwechsel, und
c. Schärfentiefe-Skala
17. Entfernungs-Einstellring
18. Blenden-Einstellring
19. Weißer Indexpunkt für Blendeneinstellung
20. Bildfeldwähler
21. Suchereinblick
22. Kontaktbuchse für Blitzgeräte mit Kabelanschluss
23. Rückwand
24. Stativgewinde A
1
/ 4, DIN 4503 (
1
/ 4″)
25. Bodendeckel
26. Indexpunkt für Filmempfindlichkeits-Einstellung
27. Drehbare Scheibe zur Einstellung der Film-
empfindlichkeit mit ISO-Empfindlichkeits-
werten von 6 bis 6400
28. Verriegelungsknebel für Bodendeckel
29. Kontakte zur Übertragung der Filmempfind-
lichkeits-Einstellung
30. Aufwickeldorn
31. Kupplung für motorischen oder externen
mechanischen Filmtransport
32. Schematische Darstellung für das Einlegen
des Films
4Die Anzeigen im Sucher
A. Durch LEDs (Light Emitting Diodes –
Leuchtdioden)
Zwei dreieckige und eine runde LED:
• Gemeinsam als Lichtwaage für den
Belichtungsabgleich, und
• die linke dreieckige für Warnung vor
Unterschreitung des Messbereichs.
Batterieförmige LED:
• für Batterie-Warnanzeige.
B. Leuchtrahmen für 50mm und 75mm (Beispiel)
C. Messfeld für Entfernungseinstellung
56
Befestigen des Tragriemens
!Die Stromversorgung
Die LEICA MP benötigt für die Belichtungsmes-
sung zwei Silberoxid-Knopfzellen mit je 1,55 Volt
oder eine Lithium-Batterie Typ DL
1
/ 3 N mit 3 Volt.
Lithium-Batterien eignen sich besonders, wenn
die Kamera oft für längere Zeit nicht eingesetzt
wird, bzw. zum Mitführen als Ersatz, da sie viele
Jahre fast ohne Energieverlust lagerfähig sind.
Verwendbare Batterien
Silberoxid-Knopfzellen Lithiumzellen
Duracell D 357 (10 L 14) Duracell DL 1 / 3 N
Everready EPX 76 Kodak K 58 L
Kodak KSX 76 Philips CR 1 / 3 N
Maxell SR 44 Ucar 2 L 76
National SR 44 Varta CR 1 / 3 N
Panasonic SR 44
Philips 357
Ray-o-vac 357
Sony SR 44
Ucar EPX 76
Varta V 76 PX
Einsetzen und Auswechseln der Batterien
1. Den Deckel des Batteriefachs (2) gegen den
Uhrzeigersinn abschrauben.
Hinweis:
Im Lieferumfang ist ein zweiter Batteriefach-
deckel enthalten. Im Gegensatz zum geriffelten
Rand des in den Bildern gezeigten besitzt dieser
einen Schlitz, so dass er mit Hilfe einer Münze
auf- und zugeschraubt werden kann.
7
Auf8
2. Die Batterie/n mit einem sauberen Läppchen
von eventuellen Oxidationsrückständen befrei-
en, und
3. mit dem Pluspol nach oben zeigend (ent-
sprechend der Kennzeichnung) in den Korb
des Deckels einlegen.
4. Anschliessend den Deckel mit der/den einge-
legten Batterie/n im Uhrzeigersinn wieder in
die Kamera einschrauben.
5. Zum Herausnehmen der Batterie/n in umge-
kehrter Reihenfolge vorgehen.
Ein Satz frischer Batterien reicht bei Raumtempe-
ratur und 14s Messzeit pro Aufnahme für ca. 100
Filme à 36 Aufnahmen, das sind ca. 3600 Auf-
nahmen (gemäss Leica Prüfstandards).
Automatische Batteriekontrolle
Leuchtet die batterieförmige LED zusätzlich zu
den LEDs der Lichtwaage auf (A), müssen die
Batterien bald ausgewechselt werden. Eine ge-
naue Belichtungsmessung ist jedoch auch dann
noch gewährleistet.
Sind die Batterien zu schwach um die elektroni-
sche Belichtungsmessung der Kamera sicherzu-
stellen, leuchtet nur noch die batterieförmige
LED, solange der Auslöser am Druckpunkt gehal-
ten wird, bzw. die Anzeigen erlöschen völlig.
In solchen Fällen kann mit einer Belichtungsein-
stellung auf der Grundlage einer Schätzung, bzw.
mit Hilfe eines externen Hand-Belichtungsmes-
sers weiter fotografiert werden.
Hinweis:
Durch Oxidieren der Batterieoberflächen kann
der Stromkreis unterbrochen werden und die
LEDs verlöschen. In diesem Fall Batterien her-
ausnehmen und mit einem sauberen Läppchen
reinigen. Gegebenenfalls auch die Kontakte in
der Kamera säubern.9
Hinweise zur Batteriebenutzung
• Neue und gebrauchte Batterien, bzw. solche
unterschiedlicher Leistung oder verschiedener
Hersteller, sollten nicht zusammen verwendet
werden.
• Die Batteriekontakte müssen sauber gehalten
werden.
• Die Batterien dürfen nicht ins Feuer geworfen,
wieder aufgeladen, aufgebrochen, zerlegt oder
erhitzt werden.
• Verbrauchte Batterien sollten baldmöglichst
entnommen, und auch nicht in den normalen
Abfall geworfen werden, denn sie enthalten
umweltbelastende Substanzen.
• Um sie einem Recycling zuzuführen, sollten sie
beim Handel oder zum Sondermüll (Sammel-
stelle) abgegeben werden.
• Wird die Kamera längere Zeit nicht eingesetzt,
sollte/n die Batterie/n ebenfalls entnommen
werden.
• Batterien sollten kühl und trocken gelagert
werden.Der Auslöseknopf
Der Auslöseknopf (7) besitzt eine Druckstufe.
Leichtes Niederdrücken bis zum Druckpunkt akti-
viert die Belichtungsmessung, sofern der Ver-
schluss gespannt ist. Nach Loslassen des Auslö-
seknopfs bleiben das Messsystem und die Anzei-
ge im Sucher noch ca. 14s eingeschaltet (Nähe-
res dazu entnehmen Sie bitte den Abschnitten
unter “Die Belichtungsmessung” auf der S. 28).
Nach dem Überwinden des Druckpunkts erfolgt
die Auslösung des Verschlusses.
Der Auslöseknopf sollte weich – nicht ruckartig –
gedrückt werden, bis mit leisem Klicken der Ver-
schluss abläuft.
Der Auslöseknopf besitzt ein genormtes Gewinde
für Drahtauslöser (8).
Das Zeit-Einstellrad
Mit dem Zeit-Einstellrad (10) der LEICA MP wer-
den die Verschlusszeiten von 1/1000s bis 1s,
und in der orange, bzw. rot
1
gekennzeichneten
1 1 Position die Synchronzeit 1/50s für Blitz-
betrieb gewählt.
Die ebenfalls orange, bzw. rot
1
gekennzeichnete
B/OFF-Position vereint zwei Funktionen:
• Der Belichtungsmesser ist abgeschaltet.
• Wird der Auslöser (7) bei Einstellung auf diese
Position niedergedrückt, bleibt der Verschluss
– für Langzeit-Belichtungen – solange offen,
wie der Auslöser niedergedrückt gehalten wird.
Alle Positionen rasten deutlich spürbar ein, keine
ist verriegelt.
1
Zwecks optimaler Ablesbarkeit sind diese Gravuren bei
schwarz verchromten Kameras orange ausgelegt, bei silbern
verchromten Kameras rot.
10
9
7 8 1011
Hinweise:
Zwischenwerte dürfen nicht verwendet werden.
Zwischen den Positionen 1000 und B/OFF
befindet sich ein Anschlag, so dass andere
Einstellungen aus der Position 1000 nur durch
Drehen gegen den Uhrzeigersinn-, bzw. aus der
Position B/OFF nur durch Drehen im Uhrzeiger-
sinn möglich sind.
Beim Transport, z.B. in einer Tasche, und wenn
die Kamera länger nicht verwendet wird, sollte
sie ausgeschaltet-, d.h. auf B/OFF gestellt
werden.
Der Schnellschalthebel
Mit dem Schnellschalthebel (9) wird der Film wei-
tertransportiert, der Verschluss aufgezogen und
das Bildzählwerk automatisch weitergeschaltet.
Der Transport kann mit einem Hebelschwung bis
zum Anschlag, aber auch durch mehrere kurze
Schwünge des Schnellschalthebels erfolgen. Er
kann für schnelles Arbeiten in eine “Bereit-
schaftsstellung” ausgeschwenkt werden, bzw.
bleiben.12
Filmwechsel
Überzeugen Sie sich stets zunächst durch Dre-
hen am ausziehbaren Rückspulknopf (15) in Pfeil-
richtung, ob nicht bereits ein Film eingelegt ist.
Spüren Sie Widerstand, so verfahren Sie wie im
Abschnitt “Zurückspulen und Herausnehmen des
Films” auf Seite 14 beschrieben.
Nehmen Sie die Kamera in die linke Hand, so
dass der Bodendeckel nach oben zeigt.
Öffnen der Kamera
1. Den Knebel (28) des Bodendeckels (25) hoch-
klappen,
2. nach links drehen,
3. den Bodendeckel abheben, und
4. die Rückwand (23) nach hinten abklappen.
Hinweis:
Bei aufgeklappter Rückwand sind dort und am
Kamera-Gehäuse jeweils drei Kontakte (29) zur
Übertragung der eingestellten Filmempfindlich-
keit an das Belichtungsmesssystem sichtbar. Die-
se Kontakte sind vergoldet und daher korrosions-
geschützt und weitestgehend unempfindlich ge-
gen Verschmutzung. Eine besondere Pflege ist
nicht erforderlich.
Beim Filmwechsel sollte trotzdem darauf geach-
tet werden, daß eine grobe Verunreinigung oder
eine direkte Benetzung durch Regentropfen etc.
vermieden wird.
1
28
29
23
32 31
3013
Einlegen eines Films
5. Die Filmpatrone in die rechte Hand nehmen
und etwa zur Hälfte in den hierfür vorgesehe-
nen Raum der Kamera einstecken,
6. den Filmanfang fassen und, wie in der sche-
matischen Darstellung (32) auf dem Innen-
gehäuse gezeigt, bis in den Aufwickeldorn (30)
hineinziehen, und
7. Filmpatrone und Filmanfang vorsichtig mit den
Fingerkuppen in die Kamera drücken.
Hinweise:
Der Filmanfang muss wie bei jedem konfektio-
nierten Film angeschnitten sein.
Wird der Filmanfang so weit herausgezogen,
dass er aus einem der Schlitze auf der gegenüber
liegenden Seite des Aufwickeldorns ein wenig
herausragt, stört das die Funktion nicht. Ledig-
lich bei Frost muss der Film genau entsprechend
der schematischen Darstellung eingelegt wer-
den, d.h. der Filmanfang darf nur von einem
Schlitz des Aufwickeldorns erfasst werden, damit
das herausragende Ende des Films nicht evtl. ab-
bricht.
Achtung:
Der Filmtransport sollte nicht bei offener Kamera
kontrolliert werden, denn der Bodendeckel ist so
ausgeführt, dass sein Ansetzen an die Kamera
den Film in die richtige Lage bringt.
Schließen der Kamera
18. Die Rückwand anklappen,
19. den Bodendeckel in den Haltestift (1) an der
Kameraseite einhängen,
10. ihn beiklappen, wobei darauf zu achten ist,
dass die Rückwand ganz angedrückt ist, da-
mit der Bodendeckel sie umfasst, und
11. mit dem Knebel verriegeln.14
Transportieren auf die 1. Aufnahme
12. Den Film mit dem Schnellschalthebel (9) um
eine Aufnahme weiterschalten und die Kamera
auslösen,
13. dann den Film durch vorsichtiges Drehen am
ausziehbaren Rückspulknopf (15) in Pfeilrich-
tung spannen. Der Film wird ordnungsgemäß
transportiert, wenn sich der Rückspulknopf
bei erneuter Betätigung des Schnellschalthe-
bels entgegen der Pfeilrichtung mitdreht.
14. Schließlich die Kamera erneut auslösen und
den Verschluss zum dritten Mal spannen.
Das Bildzählwerk (6) zeigt jetzt auf 1 und die
Kamera ist, nach dem Überprüfen oder Ein-
stellen der Filmempfindlichkeit (siehe dazu
die entsprechenden Abschnitte ab S.15) auf-
nahmebereit.
Zurückspulen und Herausnehmen des Films
Ist der Film bis zur letzten Aufnahme belichtet,
lässt sich der Schnellschalthebel nicht mehr
betätigen. Vor der Entnahme muss der Film in
die Filmpatrone zurückgespult werden.
Dazu
1. den Hebel für Rückspulfreigabe (5) nach R umlegen,
2. den Rückspulknopf nach oben ziehen (max.
ca. 11mm) und
3. im Uhrzeigersinn (Pfeilrichtung) drehen, bis
der Film nach Überwinden eines leichten
Widerstandes aus der Aufwickelspule heraus-
gezogen ist.
515
4. Dann den Bodendeckel öffnen,
5. die Rückwand abklappen, und
6. die Filmpatrone herausnehmen.
Wenn ein Film nicht richtig an der Kassettenspu-
le befestigt ist, z. B. bei Verwendung von Meter-
ware, kann es vorkommen, dass das Filmende
abgerissen wird und vom Aufwickeldorn abge-
nommen werden muss.
Dazu
1. den Bodendeckel der Kamera in einem völlig
dunklen Raum abnehmen,
2. dann die Kamera so halten, dass der offene
Bodendeckel nach unten zeigt, und
3. den Schnellschalthebel mehrmals langsam
betätigen, bis der Film von selbst soweit aus
der Kamera herauskommt, dass man ihn fas-
sen und herausziehen kann. Ggfs. zur Unter-
stützung die Kamera leicht in die Hand schla-
gen.
Einstellen der Filmempfindlichkeit
Mit der Einstellscheibe (27) wird die Filmemp-
findlichkeit manuell durch Einstellung einer der
Werte im Bereich von ISO 6 bis 6400 gewählt.
(ISO ist die internationale Bezeichnung für die
Filmempfindlichkeit.)
Dazu wird die rastende Scheibe so gedreht, dass
der gewünschte Wert dem weißen Indexpunkt
(26) gegenübersteht. 
27
2616
Folgende Einstellungen sind möglich
Skala Empfindlichkeit – ISO (ASA/DIN)
6 6/ 9°
– 8/10°
– 10/11°
12 12/12°
– 16/13°
– 20/14°
25 25/15°
– 32/16°
– 40/17°
50 50/18°
– 64/19°
– 80/20°
100 100/21°
– 125/22°
– 160/23°
200 200/24°
– 250/25°
– 320/26°
400 400/27°
– 500/28°
– 640/29°
800 800/30°
– 1000/21°
– 1250/32°
1600 1600/33°
– 2000/34°
– 2500/35°
3200 3200/36°
– 4000/37°
– 5000/38°
6400 6400/39°
Ansetzen eines Objektivs
1. Das Objektiv am festen Ring (16) fassen,
2. den roten Indexknopf (16b) des Objektives
dem Entriegelungsknopf (3) am Kamera-
gehäuse gegenüberstellen und dann
3. das Objektiv in dieser Stellung gerade ein-
setzen.
4. Eine kurze Rechtsdrehung lässt das Objektiv
hör- und fühlbar einrasten.17
Abnehmen eines Objektivs
1. Das Objektiv am festen Ring (16) fassen,
2. den Entriegelungsknopf (3) am Kamera-
gehäuse niederdrücken,
3. das Objektiv nach links drehen, bis dessen In-
dexknopf (16b) dem Entriegelungsknopf ge-
genübersteht, und
4. dann gerade herausnehmen.
Hinweis:
Bei eingelegtem Film sollte der Objektivwechsel
im Körperschatten erfolgen, da bei direkter
Sonneneinstrahlung Lichteinfall durch den Ver-
schluss möglich ist.
Der Aufbau von Leica M-Objektiven
Die Leica M-Objektive besitzen einen feststehen-
der Ring (16) mit Index für Entfernungseinstel-
lung (16a), Indexknopf für Objektivwechsel (16b)
und Schärfentiefe-Skala (16c), einen drehbaren
Entfernungs-Einstellring (17) und einen Blenden-
Einstellring (18) sowie den dazugehörigen weis-
sen Indexpunkt (19).
16
17
16 c
18
19
16 b
16 a18
Der Entfernungs-Einstellring
Der Entfernungs-Einstellring (17) zeigt die jeweils
eingestellte Entfernung und, in Verbindung mit
der Schärfentiefeskala (16c), den Bereich der
Schärfentiefe an.
Näheres zur Einstellung der Entfernung entneh-
men Sie bitte dem Abschnitt “Die Entfernungs-
messung” auf Seite 26.
Der Blenden-Einstellring
Die Blendenzahlen sind international festgelegt.
Sie sind so gewählt, dass die Lichtmenge, die auf
den Film gelangt, beim Abblenden von Blenden-
zahl zu Blendenzahl jeweils auf die Hälfte verrin-
gert wird. Eine Blendenstufe entspricht einer
Stufe auf dem Zeit-Einstellrad (9).
Ähnlich wie die Belichtungszeiten rastet der Blen-
den-Einstellring (17) am Objektiv bei jeder Zahl
(bei den meisten Objektiven auch bei halben
Werten) fühlbar ein. Sie können sich also nach
einiger Übung auch im Dunkeln über die Einstel-
lung der Blende orientieren.
Die Drehrichtung des Blendenrings entspricht
den Belichtungsmesser-Anzeigen im Sucher.
Leuchtet beispielsweise die linke dreieckige LED
auf, führt eine Drehung in Pfeilrichtung, d.h. nach
rechts, zu der benötigten, grösseren, d.h. weiter
geöffneten Blende (kleinerer Blendenwert).
Näheres zur Einstellung der korrekten Belichtung
entnehmen Sie bitte dem Abschnitt: “Die Belich-
tungsmessung” auf Seite 28.19
Die Schärfentiefe-Skala
Mit höchster Schärfe wird diejenige – dem Film
parallele – Ebene im Motiv abgebildet, auf die
das Objektiv eingestellt ist. Diese Höchstschärfe
nimmt nach vorn und nach hinten allmählich ab,
so dass sich ein gewisser Tiefenbereich ergibt,
der auf dem Bild scharf wiedergegeben wird: Die
Schärfentiefe. Sie ist abhängig von der Aufnah-
me-Entfernung, der Brennweite des Objektivs
(zusammen ergibt das den Abbildungs-Maßstab)
und der eingestellten Blende. Abblenden, d.h.
Einstellen eines größeren Wertes, erhöht die
Schärfentiefe, Aufblenden, d.h. Einstellen eines
kleineren Wertes, verringert sie.
Zusammen mit der Schärfentiefe-Skala (16c)
kann man auf dem Entfernungs–Einstellring (17)
den Bereich der Schärfentiefe bei der jeweils ein-
gestellten Entfernung ablesen.
Haben sie beispielsweise das Objektiv LEICA
SUMMILUX-M 1:1,4/50mm auf 5m eingestellt,
so reicht die Schärfe bei Blende 4 von 4m bis
etwa 8m. Blenden Sie dagegen bei gleicher Ent-
fernung auf 11 ab, so reicht die Schärfe von 3m
bis etwa 20m.20
Gegenlichtblenden
Die einzelnen Leica M-Objektive werden mit ver-
schiedenen funktionell ausgebildeten Gegenlicht-
blenden geliefert. Bei mehreren Objektiven sind
sie eingebaut und teleskopartig ausziehbar. Ge-
genlichtblenden sollten grundsätzlich immer be-
nutzt werden, weil sie das Objektiv wirksam
gegen Nebenlicht und Überstrahlung, aber auch
gegen Regentropfen und Fingerabdrücke schüt-
zen.
Die Verwendung bisheriger Leica M-Objektive
Alle Leica M-Objektive können benutzt werden.
Von der Belichtungsmessung sind jedoch ausge-
nommen:
Hologon 1:8/15mm,
Super-Angulon-M 1:4/21mm
Super-Angulon -M 1:3,4/21mm
Elmarit-M 1:2,8/28 mm mit niedrigeren Fabr. Nr.
als 2 314 921.
Beim Objektivwechsel muss auf Unendlich einge-
stellt sein:
Summicron 1:2/50mm mit Naheinstellung.21
Richtiges Halten der Kamera
Für scharfe, unverwackelte Aufnahmen muss die
Kamera möglichst ruhig und bequem gehalten
werden. Eine geeignete, sichere “Drei-Punkt-Hal-
tung” der LEICA MP ergibt sich, wenn sie mit der
rechten Hand gefasst wird, wobei der Zeigefinger
auf dem Auslöseknopf liegt und der Daumen hin-
ter den in Bereitschaftsstellung ausgeklappten
Schnellschalthebel geschoben wird. Zusätzlich
stützt die linke Hand entweder das Objektiv von
unten, bereit zum schnellem Nachfokussieren,
oder sie umfasst die Kamera. Festes Anlegen an
Stirn und Wange gibt der Kamera zusätzlichen
Halt. Für Hochformataufnahmen wird die LEICA MP
nach links gedreht. Die Hände können dabei in
der gleichen Stellung wie bei Aufnahmen im
Querformat bleiben. Sie kann aber auch nach
rechts geschwenkt werden. In diesem Fall kann
es vorteilhaft sein, mit dem Daumen auszulösen.
Hinweis:
Als praktisches Zubehör wird der Handgriff M
für besonders sicheres Halten und freihändiges
Tragen der LEICA MP empfohlen (Bestell-Nr.
14405).22
Der Leuchtrahmen-Messsucher
Der Leuchtrahmen-Messsucher der LEICA MP ist
nicht nur ein besonders hochwertiger, großer,
brillanter und heller Sucher, sondern auch ein mit
dem Objektiv gekuppelter, sehr präziser Entfer-
nungsmesser. Die Größe der Leuchtrahmen ent-
spricht einer Bildgröße von 23 x 35mm (Diafor-
mat) bei der für jede Brennweite kürzesten Ein-
stell-Entfernung. Bei größeren Entfernungen wird
von der Kamera etwas mehr vom Motiv erfasst,
als innerhalb der Leuchtrahmen zu sehen ist.
Die Leuchtrahmen sind mit der Entfernungsein-
stellung so gekuppelt, dass die Parallaxe – der
Versatz zwischen der Objektiv– und der Sucher-
achse – automatisch ausgeglichen wird und sich
Leuchtrahmenbild und Aufnahmebild im gesam-
ten Entfernungs-Einstellbereich von 0,7m bis

decken. Es stehen drei LEICA MP Modelle mit un-
terschiedlichen Varianten dieses Suchers zur
Verfügung, die sich ausschließlich durch ihre
Vergrößerung unterscheiden: Werden bei der
LEICA MP mit 0,72-facher Sucher-Vergrößerung
Objektive der Brennweiten 28 (Elmarit ab Fabri-
kationsnummer 2411001), 35, 50, 75, 90 und
135mm eingesetzt, so spiegelt sich automatisch
der zugehörige Leuchtrahmen in den Kombinatio-
nen 28+90mm, 35+135mm, 50+75mm ein.
Im LEICA MP Modell mit der stärkeren , 0,85-fachen
Sucher-Vergrößerung werden fünf Rahmen für
die Brennweiten ab 35 mm eingespiegelt (90mm,
35+135mm, 50+75mm). In der LEICA MP 0,58
werden fünf Rahmen für die Brennweiten bis zu
90mm eingespiegelt (28+90mm, 35mm, 50+75mm).
In der Mitte des Sucherfeldes liegt das recht-
eckige Entfernungs-Messbild, das heller als das
umliegende Bildfeld ist. Alle Objektive von 21 bis
135mm Brennweite kuppeln sich beim Einsetzen
in die LEICA MP mit dem Entfernungsmesser.
Wenn der Belichtungsmesser eingeschaltet ist,
erscheinen am unteren Rand des Sucherbildes
zusätzlich die LEDs des Belichtungsmessers,
bzw. die LED-Batterie-Warnanzeige. Näheres zur
Entfernungs- und Belichtungsmessung entnehmen
Sie bitte den entsprechenden Abschnitten auf den
Seiten 26 und 28.
Hinweis:
In der LEICA M 0.85 wird der mittlere Bereich
des unteren 50mm-Leuchtrahmens von der
Anzeige verdeckt.23
Leucht-
rahmen
35 mm
Leucht-
rahmen
135 mm
LED für Batterie-Warnanzeige
LED’s des Belichtungsmessers
Messfeld des
Entfernungsmessers24
Der Bildfeldwähler
Der Bildfeldwähler (20) erweitert die Möglichkeit
des Suchers der LEICA MP. Mit diesem eingebau-
ten Universalsucher können Sie sich jederzeit die
Bildrahmen einspiegeln , die nicht zu dem gerade
eingesetzten Objektiv gehören. Sie sehen dann
sofort, ob es bildgestalterischen Gründen günsti-
ger ist, das jeweilige Motiv mit einer anderen
Brennweite aufzunehmen.
Wird der Hebel nach außen, d.h. vom Objektiv
weggeschwenkt, erscheinen die Bildbegrenzun-
gen für 35 und 135mm Brennweite (die Bildbe-
grenzung für 135mm Brennweite entfällt bei der
LEICA MP 0.58).
Wird der Hebel in die senkrechte, mittige Stel-
lung geschwenkt, erscheinen die Bildfeldbegren-
zungen für 50 und 75mm Brennweite.
Wird der Hebel nach innen, d.h. zum Objektiv
geschwenkt, erscheinen in der LEICA MP mit
0,72-facher Sucher-Vergrößerung die Bildbegren-
zungen für 28 und 90mm Brennweite, im Modell
mit 0,85-facher Sucher-Vergrößerung nur der
Leuchtrahmen für 90mm Brennweite.
*nicht bei Leica MP 0.58
35 mm +
135 mm*25
28 mm*+
90 mm
50 mm + 75 mm
*nicht bei Leica MP 0.8526
Die Entfernungsmessung
Mit dem Entfernungsmesser der drei LEICA MP Mo-
delle lässt sich aufgrund seiner großen effektiven
Messbasis sehr präzise arbeiten. Dies macht sich
insbesondere bei der Verwendung von Weitwinkel-
Objektiven mit ihrer relativ großen Schärfentiefe vor-
teilhaft bemerkbar. Die stärkere Vergrößerung im
Fall des 0,85-fach Suchers bewirkt dabei durch eine
noch größere effektive Messbasis eine weitere Stei-
gerung der Genauigkeit:
Das Messfeld des Entfernungsmessers ist in der
Mitte des Suchers als helles, scharf begrenztes
Rechteck sichtbar. Wenn Sie das große Ausblick-
fenster (14) des Suchers zuhalten, bleiben ledig-
lich der eingespiegelte Leuchtrahmen und dieses
Messfeld sichtbar. Die Schärfe kann nach der
Mischbild- oder der Schnittbildmethode einge-
stellt werden:
Mischbildmethode (Doppelbild)
Bei einem Portrait z.B. das Auge mit dem Mess-
feld des Entfernungsmessers anvisieren und am
Entfernungseinstellring des Objektivs so lange
drehen, bis die Konturen im Messfeld zur
Deckung gebracht sind. Danach Motiv-Aus-
schnitt festlegen.
Schnittbildmethode
Bei einer Architektur-Aufnahme z.B. die senk-
rechte oder eine andere klar definierte senkrech-
te Linie mit dem Messfeld des Entfernungsmes-
sers anvisieren und am Entfernungseinstellring
des Objektives so lange drehen, bis die Konturen
der Kante bzw. Linie an den Begrenzungen des
Messfeldes ohne Versatz zu sehen sind. Danach
Motiv-Ausschnitt festlegen.
Eine klare Trennung der beiden Einstell-Metho-
den ist in der Praxis selten gegeben. Beide Krite-
rien lassen sich in Kombination miteinander sehr
gut verwenden.
Mechanische Messbasis x Sucher- = Effektive
(Abstand der optischen vergrößerung Messbasis
Achsen des Sucher-
Fensters und des
Entfernungsmesser-
Ausblickfensters)
Leica MP mit
0,72x Sucher 69,25 mm x 0,72 = ca. 49,9 mm
Leica MP mit
0,85x Sucher 69,25 mm x 0,85 = ca. 58,9 mm
Leica MP mit
0,58x Sucher 69,25 mm x 0,58 = ca. 40,2 mm27
Doppelkontur = Unscharf Konturendeckung = scharf
Unterbrochene Linie = unscharf Durchgehende Linie = scharf28
Die Belichtungsmessung
Bei der LEICA MP erfolgt die Belichtungsmes-
sung für das vorhandene Umgebungslicht selek-
tiv durch das Objektiv bei Arbeitsblende. Dabei
wird das von einem hellen Messfleck reflektierte
Licht von einer Fotodiode (Pfeil) aufgefangen und
gemessen. Diese Silizium-Fotodiode mit vorge-
setzter Sammellinse ist links oberhalb des Ver-
schlusses angeordnet. Der Messfleck (12mm
Durchmesser, das entspricht ca. 13% des
Negativformats) befindet sich in der Mitte des
ersten Verschlussvorhangs.
Die ungleichmäßige Deckung der weißen Farbe
beruht nicht auf einer mangelhafte Fertigung. Sie
ist vielmehr darauf zurückzuführen, dass auf dem
flexiblen Gummituch des Verschlusses keine
geschlossene, dicke Farbschicht aufgetragen
werden kann, ohne die Funktion des Verschlus-
ses zu beeinträchtigen. Die ungleichmäßige
Struktur des Messflecks beeinträchtigt das Be-
lichtungsergebnis in keiner Weise.
Die für eine korrekte Belichtung passenden Zeit-
/Blenden-Kombinationen werden mit Hilfe der
Sucheranzeigen ermittelt – einer aus drei roten
LEDs bestehenden Lichtwaage (). Ist die
Einstellung richtig, leuchtet nur die mittlere,
runde LED.
Einschalten des Belichtungsmessers
Der Belichtungsmesser wird durch leichtes Nie-
derdrücken des Auslöseknopfs (7) bis zu seinem
Druckpunkt eingeschaltet, vorausgesetzt, die Ka-
mera ist eingeschaltet, d.h. das Zeit-Einstellrad
(10) steht auf einer anderen Position als B/OFF,
und der Verschluss ist vollständig aufgezogen.
Die Messbereitschaft des Belichtungsmessers
wird durch konstantes Leuchten einer der beiden
dreieckigen LEDs signalisiert, ggfs. zusammen
mit der mittleren, runden LED.
Wird der Auslöseknopf wieder losgelassen, ohne
den Verschluss auszulösen, bleibt der Belich-
tungsmesser noch ca.14s lang eingeschaltet und
die entsprechende(n) LED(s) leuchtet/n solange
weiter.
29
Nach Auslösung und Verschlussablauf ist der Be-
lichtungsmesser abgeschaltet und die LED(s) im
Sucher verlöschen.
Der Belichtungsmesser ist ebenfalls abgeschal-
tet, wenn der Verschluss nicht gespannt ist,
und/oder das Zeit-Einstellrad auf B/OFF steht
(d.h. die Kamera ausgeschaltet ist).
Hinweise:
Wenn der Verschluss nicht gespannt ist oder die
Anzeigen erloschen sind, befindet sich die Kame-
ra in einem “Stand-by”-Zustand.
Bei sehr wenig Umgebungslicht, d.h. im Grenzbe-
reich des Belichtungsmessers, kann es ca. 0,2s
dauern, bis die LEDs aufleuchten.
Wird der Messbereich des Belichtungsmessers
bei sehr niedrigen Leuchtdichten unterschritten,
blinkt als Warnanzeige die linke dreieckige LED.
Einstellen der Belichtung / – einer passen-
den Verschlusszeit-/Blenden-Kombination
Soll die Belichtungseinstellung entsprechend der
Angaben des Belichtungsmessers erfolgen, muss
der Verschluss voll gespannt sein und das Zeit-
Einstellrad (10) bei einer der gravierten Ver-
schlusszeiten eingerastet sein.
Dann
1. den Belichtungsmesser durch leichten Druck
auf den Auslöser (7, bis zum Druckpunkt) ein-
schalten und
2. durch drehen am Zeit-Einstellrad und/oder
Blenden-Einstellring des Objektives (18) die
runde LED alleine zum Leuchten bringen.
Neben der für eine richtige Belichtung nötigen
Drehrichtung des Blenden-Einstellrings, zeigen
die drei LEDs der Lichtwaage auf die folgende Art
Unter-, Über-, sowie die korrekte Belichtung an:
 Unterbelichtung von mindestens einer
Blendenstufe; Drehung des Blendenrings
nach rechts und/oder des Zeit-Einstellra-
des nach links nötig
 Unterbelichtung von
1
/ 2 Blendenstufe;
Drehung des Blendenrings nach rechts
oder des Zeit-Einstellrades nach links nötig
 Richtige Belichtung
 Überbelichtung von
1
/ 2 Blendenstufe; Dre-
hung des Blendenrings nach links oder des
Zeit-Einstellrades nach rechts nötig
Überbelichtung von mindestens einer
Blendenstufe; Drehung des Blendenrings
nach links und/oder des Zeit-Einstellra-
des nach rechts nötig30
Die B-Einstellung / Abschalten des Belich-
tungsmessers
Mit der B/OFF-Einstellung des Verschlusszeiten-
Einstellrades sind Belichtungen beliebiger Dauer
möglich. Dabei bleibt der Verschluss solange
geöffnet, wie der Auslöseknopf gedrückt gehal-
ten wird.
Der Belichtungsmesser ist dabei allerdings aus-
geschaltet.
Wenn die Kamera längere Zeit nicht benutzt oder
in einer Tasche verstaut wird, sollte sie immer
durch drehen des Zeit-Einstellrades in die
B/OFF-Position ausgeschaltet werden. Dadurch
wird jeglicher Stromverbrauch unterbunden,
auch der geringe, der im Stand-by Betrieb nach
dem selbsttätigen Abschalten des Belichtungs-
messers und dem Erlöschen der Anzeige weiter-
hin erfolgt.
Der Messbereich des Belichtungsmessers
Der Messbereich reicht bei Raumtemperatur,
normaler Luftfeuchte und Blende 1,0 von 0,03
bis 125000cd/m
2
. Bei ISO 100/21° entspricht
dies EV -2 bis 20 bzw. Bl.1,0 und 4 s bis Bl.32
und 1/1000s (siehe auch Diagramm Seite 33).
Unterschreiten des Messbereichs
Wird der Messbereich des Belichtungsmessers
bei sehr niedrigen Leuchtdichten unterschritten,
blinkt als Warnanzeige die linke, dreieckige LED.
Da die Belichtungsmessung mit Arbeitsblende er-
folgt, kann dieser Zustand auch durch Abblenden
des Objektivs entstehen.
Der Belichtungsmesser bleibt – auch bei unter-
schrittenem Messbereich – noch ca. 14s nach
dem Loslassen des Auslöseknopfs eingeschaltet.
Verbessern sich in diesem Zeitraum (z.B. durch
Änderung des Motivausschnitts oder durch Öff-
nen der Blende) die Lichtverhältnisse, geht die
LED-Anzeige von Blinken in konstantes Leuchten
über und zeigt damit Messbereitschaft an.31
Messdiagramm (Grafik siehe S. 33)
Angaben zum Messbereich des Belichtungsmes-
sers befinden sich auf der rechten Seite des Dia-
gramms, Angaben zum Arbeitsbereich des
Schlitzverschlusses und der Objektive auf der lin-
ken Seite. Dazwischen sind Belichtungswerte (EV
= Exposure Value) abzulesen. Der Messbereich
des Belichtungsmessers wird rechts im Dia-
gramm in cd/m
2
(Candela pro Quadratmeter) an-
gegeben. Darüber werden die Filmempfindlich-
keits-Einstellungen (SV = Speed Value) in ISO-
Werten angeführt. Links im Diagramm erkennt
man die Belichtungszeit-Angaben in Sekunden
(TV = Time Value) . Symbolisch ist der Arbeitsbe-
reich des Schlitzverschlusses der LEICA MP
durch eine schraffierte Fläche in der danebenste-
henden Säule dargestellt. Bei Einstellung B/OFF
ist der Bereich nach oben hin offen. Links unten
werden die Blendenzahlen (AV = Aperture Value)
abgelesen.
An Beispiel A lassen sich die Zusammenhänge
von Filmempfindlichkeit, Leuchtdichte (Hellig-
keit), Belichtungszeit und Blende erkennen.
Von der Filmempfindlichkeitsangabe (ISO
100/21°) verfolgt man zunächst die senkrechte
Linie bis zum Schnittpunkt der zur entsprechen-
den Leuchtdichte gehörenden waagrechten Linie.
In diesem Beispiel sind das 4 000 cd/m
2
, was ei-
ner Helligkeit bei strahlendem Sonnenschein ent-
spricht. Diagonal führt jetzt die Linie bis auf die
senkrechte Linie der eingestellten Blende (11)
und von dort waagerecht nach links weiter zur
dabei notwendigen Belichtungszeit 1/250s). Im
Verlauf der diagonalen Linienführung lässt sich
auch der Belichtungswert (EV 15) ablesen.
Am Beispiel B erkennt man, dass bei Kerzenlicht
und einer Film-Empfindlichkeit von ISO 400/27°
(1 cd/m
2
) z.B. mit Blende 1,4 und 1/15s fotogra-
fiert werden muss. Die Blende 11 am Objektiv
kann z.B. nicht benutzt werden, da die dazu-32
gehörige Belichtungszeit von 4s am Zeit-Einstell-
rad nicht zur Verfügung steht. Weil mit dem Zeit-
Einstellrad als längste Belichtungszeit nur 1s
eingestellt werden kann, ist auch ein direktes
Messen nicht mehr möglich. Ein Umrechnen oder
das Ablesen der richtigen Belichtungszeit aus
diesem Diagramm ist damit unumgänglich.
Die Messfeld-Orientierung im Sucher
(Grafiken siehe S. 34-35)
Der Durchmesser des runden Messfelds beträgt
12mm. Damit entspricht es
1
/ 2 der Formathöhe,
bzw.
1
/ 3 der Formatbreite. Im Sucherbild verän-
dert sich jedoch die Messfeldgrösse im Verhält-
nis zum gültigen Rahmen je nach verwendeter
Brennweite und eingestellter Entfernung ein
Wenig.
Das gilt auch für Objektive mit Suchervorsatz,
wie z.B. das LEICA ELMARIT-M 1:2,8/135mm.33
0,03
0,063
0,125
0,25
0,5
1
2
4
8
16
32
63
125
250
500
1000
2000
4000
8000
16000
32000
63000
125000
BV
cd/m
2
6/9°
12/12°
25/15°
50/18°
100/21°
200/24°
400/27°
800/30°
1600/33°
3200/36°
6400/39°
SV
ISO
60
30
15
8
4
2
1
1/2
1/4
1/8
1/15
1/30
1/60
1/125
1/250
1/500
1/1000
1 1,4 2 2,8 4 5,6 8 11 16 22 32
-5
-6
-4
-3
-2
-1
0
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
AV EV
TV
B
Messdiagramm 24 mm 21 mm
LEICA MP
Suchervergrößerung 0.72x
LEICA MP
Suchervergrößerung 0.58x
21 mm
75 mm 50 mm
90 mm 28 mm
135 mm 35mm
LEICA MP
Suchervergrößerung 0.58x
28 mm
35mm
50 mm
3428 mm
35mm
50 mm
24 mm 24 mm 21 mm
90 mm
135 mm
75 mm
90 mm
135 mm
75 mm
LEICA MP
Suchervergrößerung 0.72x
LEICA MP
Suchervergrößerung 0.85x
LEICA MP
Suchervergrößerung 0.85x
3536
Allgemeine Hinweise zur Belichtungsmessung
Die meisten Motive weisen in der Regel eine
gleichmäßige Verteilung von dunklen und hellen
Objektdetails auf. Solche Normalmotive reflektie-
ren 18 % des einfallenden Lichts und entspre-
chen damit einem Grauwert, auf den alle Belich-
tungsmesser geeicht sind.
Wird vom Motiv grundsätzlich mehr Licht reflek-
tiert, z.B. bei verschneiter Winterlandschaft, vom
gelben Sandstrand, von hellen Hauswänden oder
einem weißen Brautkleid, würde eine Einstellung
von Verschlusszeit und Blende entsprechend der
Belichtungsmesser-Anzeige eine Unterbelichtung
ergeben.
Bei Motiven mit überwiegend dunklen Details,
z.B. bei einer schwarzen Dampflok, bei dunkel-
grauen Schieferdächern oder der dunkelblauen
Uniform eines Kapitäns, wird dagegen weniger
Licht reflektiert und eine Einstellung von Ver-
schlusszeit und Blende entsprechend der Belich-
tungsmesser-Anzeige würde eine Überbelichtung
ergeben.
In derartigen Fällen muss der Belichtungsmess-
wert korrigiert werden, wenn optimale Belich-
tungsergebnisse angestrebt werden. Es sei denn,
es wird mit Hilfe der selektiven Messung im Mo-
tiv ein Ausschnitt angemessen, in dem eine gute
Verteilung von hellen und dunklen Details gege-
ben ist.
Bei einem Hochzeitsfoto wird man z.B. das Ge-
sicht der Braut und nicht das weiße Brautkleid
anmessen. Bei Landschaftsaufnahmen mit einem
Weitwinkel-Objektiv wird man die Kamera soweit
neigen, dass das selektive Messfeld der LEICA MP
nicht die hellen Partien des Himmels erfasst.
Kann kein entsprechender Ausschnitt im Motiv
angemessen werden, muss ein Verlängerungs-
faktor benutzt werden, d.h. die Belichtungszeit
wird um 2- bis 4-fach verlängert; bzw. die Blende
um 1 bis 2 Stufen geöffnet.
Bei einer von der Sonne beschienenen Schnee-
fläche erfolgt z.B. eine Korrektur mit dem Faktor
4, d.h. anstelle der gemessenen Belichtungs-
zeit von 1/1000s bei Blende 8 wird entweder
mit 1/250s bei Blende 8 oder mit 1/1000s bei
Blende 4 belichtet. Bei weniger hellen Motiven,
z.B. beim hellen Meeresstrand, genügt ein
Verlängerungsfaktor von 1,5. Entsprechend um-
gekehrt verfährt man bei dunklen Motiven.37
Bei sehr großen Kontrasten zwischen hellen und
dunklen Partien reicht der Belichtungsumfang
der Filme nicht mehr aus, sowohl im “Licht” als
auch im “Schatten” alle Helligkeitsdifferenzierun-
gen des Motivs zu registrieren. Es bleibt der Ent-
scheidung des Fotografen überlassen, in welchen
Partien er noch Zeichnung wünscht. Eine Person
kann dann z.B. als schwarze Silhouette (unterbe-
lichtet) vor richtig belichteter Landschaft, oder
richtig belichtet vor “ausgeblichenem” Hinter-
grund (überbelichtet) stehen. Das Anmessen von
“Licht” und “Schatten” und eine daraus ermittelte
Kompromiss-Belichtung führt in der Regel zu un-
befriedigenden Ergebnissen, weil dann sowohl in
den hellen als auch in den dunklen Partien Diffe-
renzierungen verloren gehen.
Bewusst knapper bzw. bewusst reichlicher ge-
wählte Belichtungen verstärken oft den Charak-
ter eines Bildes und können deshalb als Gestal-
tungsmittel sinnvoll eingesetzt werden. 38
Der Blitzbetrieb
Die LEICA MP besitzt keine eigene Blitzmessung
und –Steuerung. Infolgedessen muss die Steue-
rung der Blitzbelichtung entweder durch das auf-
gesetzte Blitzgerät selbst erfolgen (Computer-
steuerung), oder – gemäß Leitzahlrechnung – die
Blende entsprechend der Entfernung des
Motivs zur Kamera für jede Aufnahme neu ein-
gestellt werden. Die kürzestmögliche Belich-
tungszeit für Aufnahmen mit Elektronen-Blitz-
geräten, die Synchronzeit 1/50s, ist auf dem
Zeit-Einstellrad (7) mit 1 1 gekennzeichnet. Für
spezielle Effekte können auch alle längeren Ver-
schlusszeiten einschliesslich der Einstellung
B/OFF eingesetzt werden.
Achtung:
Die mechanisch gesteuerte Zündung der über
den Zubehörschuh (12) oder die Kontaktbuchse
(22) angeschlossenen Blitzgeräte kann auch bei
abgelaufenem Verschluss durch Niederdrücken
des Auslösers erfolgen.
Verwendbare Blitzgeräte
Mit seinen kompakten Abmessungen und seinem
auf die Kamera abgestimmten Design ist das
LEICA SF20 besonders geeignet. Dank seiner
Computer-gesteuerten Blitz-Belichtungsautomatik
ist es sehr einfach zu bedienen, und obendrein
bietet es eine Reihe von zusätzlichen, interessanten
Funktionen.
An der LEICA MP können aber auch alle anderen,
handelsüblichen Blitzgeräte mit genormten Blitz-
12 b
22
12 a39
steckern (Zentralsteckern) sowie Aufsatz-Blitz-
geräte mit Norm-Blitzfuß eingesetzt und über den
Mittenkontakt (X-Kontakt, 12b) gezündet wer-
den. Wir empfehlen die Verwendung moderner
thyristorgesteuerter Elektronenblitzgeräte.
Aufsetzen und Anschliessen des Blitzgeräts
An der LEICA MP stehen zwei Blitzanschlüsse zur
Wahl:
• Ein Blitzschuh mit Mitten (Zünd-) kontakt
(12a/b) für alle Blitzgeräte mit normgerech-
tem Blitzfuß. Beim Ansetzen eines Blitzgerätes
in den Blitzschuh der LEICA MP sollte darauf
geachtet werden, dass der Fuß des Blitzgeräts
ganz eingeschoben-, und falls vorhanden, mit
der Klemm-Mutter gegen versehentliches Her-
ausfallen gesichert wird. Dies ist schon des-
halb wichtig, weil Positionsveränderungen im
Blitzschuh den erforderlichen Kontakt unter-
brechen können, so dass das aufgesetzte Blitz-
gerät nicht ausgelöst würde.
• An der Rückseite der Kamera direkt unterhalb
des Blitzschuhs ist eine Kontaktbuchse
(= X-Kontakt, 22) für den Anschluss per Kabel-
verbindung angeordnet.
Beide Anschlüsse können gleichzeitig zur Zün-
dung von mehreren Blitzgeräten eingesetzt wer-
den.
Hinweise:
Vor dem Ansetzen müssen Kamera und Blitzgerät
ausgeschaltet werden.
Näheres zum Blitzbetrieb, sowie zu den unter-
schiedlichen Betriebsarten der Blitzgeräte ent-
nehmen sie bitte der jeweiligen Anleitung.40
Das Systemzubehör für die LEICA MP
Wechselobjektive
Das Leica M-System bietet die Basis für optimale
Anpassung an schnelles und unauffälliges Foto-
grafieren. Die Objektivpalette umfasst Brennwei-
ten von 21 bis 135mm und Lichtstärken bis zu 1:1.
Filter
Filter dienen in der S/W-Fotografie der gezielten
Beeinflussung der Tonwert-Wiedergabe, z.B. um
eine dem natürlichen Empfinden entsprechende
Wiedergabe von Grauwerten der verschiedenen
Farben zu erzielen, oder um die Darstellung des
Himmels, bzw. der Wolken zu verbessern. In der
Farb-Fotografie kann mit Filtern die Farbwieder-
gabe nach Wunsch, bzw. auf die spektrale Emp-
findlichkeit des verwendeten Films abgestimmt
werden. Für die aktuellen Leica M-Objektive, die
mit Norm-Filtergewinde-Größen ausgerüstet sind,
stehen eine Reihe von verschiedenen Filtern zur
Verfügung, einschliesslich Zirkular-Polfilter.
Bei einer Belichtungsmessung durch das Objek-
tiv wird die Energieminderung durch Filter
berücksichtigt. Die verschiedenen Filme haben
aber in den einzelnen spektralen Bereichen eine
unterschiedliche Empfindlichkeit. Bei dichteren
und extremen Filtern können deshalb Abwei-
chungen gegenüber der gemessenen Zeit auftre-
ten. So erfordern z.B. Orangefilter in der Regel
eine Verlängerung um einen Blendenwert, Rot-
Filter im Mittel um etwa zwei Blendenwerte. Ein
allgemein gültiger Wert lässt sich nicht angeben,
da die Rotempfindlichkeit der Schwarzweiß-Filme
sehr verschieden ist.41
Objektivhalter M
Ein praktisches kleines Zubehör, das es ermög-
licht, ein zweites Objektiv sicher und jederzeit
schnell und einfach zugänglich unten an der
Kamera bereit zu halten. Das zweite Objektiv
kann dabei als bequemer Griff dienen. Der
Objektivhalter M wird am Stativgewinde der
Kamera befestigt (Best.-Nr. 14 404).
Sucher
Der LEICA Sucher für 21/24/28mm-Objektive
bietet die Möglichkeit, den Bildausschnitt der
drei Weitwinkel-Brennweiten einzustellen, für
die es im Sucher der Kamera keine, bzw. nicht
in allen Fällen Leuchtrahmen gibt (28mm-
Rahmen bei LEICA M4P, M6, M6TTL 0.58/0.72,
M7 0.58/0.72 und MP 0.58/0.72 vorhanden).
Die drei Einstellungen können bequem über ei-
nen fühl- und hörbar einrastenden Rändelring an-
gewählt werden. Die optische Leistung entspricht
dem hohen Niveau des LEICA MP-Suchers, eignet
sich auch für Brillenträger und bietet eine außer-
ordentlich hohe Vergrößerung und damit gute
Detailerkennbarkeit. Soll der Sucher ohne Brille
verwendet werden, sind zum Ausgleich von Au-
genfehlern die Korrektionslinsen zur Leica M Ka-
mera aufschraubbar. Das Okular ist zum Schutz
der Brillengläser mit einer Gummierung verse-
hen.
Das robuste Aluminium-Gehäuse des Suchers ist
passend zu den Kameragehäuse-Ausführungen
wahlweise in schwarz bzw. silber erhältlich
(Best.-Nr. 12013 /12014).42
Sucherlupe
Die LEICA Sucherlupe M 1.25 x erleichtert die
Bildgestaltung bei der Verwendung von Brenn-
weiten ab 50mm erheblich. Sie kann an allen
Leica M-Modellen verwendet werden und ver-
größert den mittleren Bereich des Sucherbildes
um ein Viertel: Aus dem 0,58x- wird ein 0,72x-
Sucher, aus dem 0,72x- ein 0,9x-Sucher und aus
dem 0,85x- ein 1,06x-Sucher, der sogar eine
leichte Vergrößerung gegenüber der Betrachtung
mit bloßem Auge bedeutet.
Die letztgenannte Kombination ermöglicht da-
durch auch eine bequeme beidäugige Beobach-
tung des Motivs. Insbesondere mit den Teleob-
jektiven des Leica M-Systems von 75 bis 135mm
bietet das deutlich sichtbar größere Sucherbild
eine entscheidend bessere Erkennbarkeit von
Motivdetails innerhalb der jeweiligen Bildfeld-
Rahmen. Gleichzeitig ergibt sich durch die
25%ige Vergrößerung der effektiven Messbasis
eine entsprechende Steigerung der Einstell-
genauigkeit.
Zur Sicherung gegen Verlust dient ein Siche-
rungskettchen mit Schnappverschlüssen, mit
denen der Sucher am Befestigungsring des Trag-
riemens eingehängt werden kann.
Die Sucherlupe wird in einem Lederköcher gelie-
fert. Eine Schlaufe am Köcher ermöglicht es, die
Sucherlupe einsatzbereit und geschützt am Trag-
riemen der Kamera aufzubewahren (Best.-Nr. 12004).43
Korrektionslinsen
Zur optimalen Anpassung des Auges an den Su-
cher der Kamera bieten wir Korrektionslinsen in
folgenden Plus- oder Minus-Dioptrienwerten
(sphärisch) an: 0,5/1/1,5/2 / 3.
LEICA MOTOR M
An die LEICA MP lässt sich der LEICA MOTOR M
für automatischen Verschlussaufzug und Film-
transport für Einzel- bzw. Serienaufnahmen von
wahlweise 1,5 oder 3 Bildern pro Sekunde an-
schließen. Er wird anstelle des Bodendeckels unter
an das Kameragehäuse angesetzt.
Der Motor M ist für alle Belichtungszeiten, d.h.
von 1s bis 1/1000s einschliesslich B geeignet.
Bei ausgeschaltetem Motor M oder bei ver-
brauchten Batterien sind Fimtransport und Ver-
schlussaufzug auch von Hand möglich. Die Fern-
auslösung erfolgt über den Drahtauslöseran-
schluss (Best.-Nr.14 408).44
LEICAVIT M
Der LEICAVIT M ist ein leichtgängiger und ge-
räuscharmer manueller Schnellaufzug für Film-
transport und Verschlussaufzug, der anstelle des
Bodendeckels unten an das Kameragehäuse an-
gesetzt wird. Ohne die Kamera vom Auge neh-
men zu müssen, erfolgt der Filmtransport durch
Ziehen eines ausklappbaren Aufzugsdorns nach
links, Teilschritte sind ebenfalls möglich. Das
Auslösen geschieht über den Kamera-Auslöser.
Der Schnellschalthebel der Kamera kann eben-
falls benutzt werden.
Passend zu den verschiedenen Kamera-Aus-
führungen gibt es den LEICAVIT M sowohl silbern
verchromt als auch schwarz lackiert (Best.-Nr.
14008/14009).
Aufsetzbare Rückspulkurbel
Diese einfach – per Klemmung – zu befestigende
Kurbel kann auf Wunsch auch angesetzt bleiben.
Sie erleichtert und beschleunigt die Rückspulung
des Films erheblich.
Passend zu den verschiedenen Kamera-Aus-
führungen gibt es die Kurbel sowohl silbern ver-
chromt als auch schwarz lackiert (Best.-Nr.
14 437/14 438).45
Handgriff M
Der Handgriff M ermöglicht sicheres, bequemes
Halten aller Leica M-Kameras (außer M5). Er wird
am Stativgewinde der Kamera befestigt (Best.-Nr.
14405).
Taschen
Für die LEICA MP mit einem Objektiv zwischen
21 und 50mm Brennweite (außer M 1:1/50mm)
gibt es eine Leder-Bereitschaftstasche mit ab-
knöpfbarem Vorderteil. Darüber hinaus bieten
sich für umfangreiche Kameraausrüstungen die
klassische Kombinationstasche für eine Kamera
mit bis zu drei Objektiven oder die klassische
Universaltasche für eine Kamera mit bis zu fünf
Objektiven an (siehe Leica System-Handbuch).46
Tipps zur Werterhaltung Ihrer Leica Kamera
und Objektive
Falls Ihre Leica längere Zeit aufbewahrt werden
soll, nehmen Sie bitte die Batterien heraus und
sorgen Sie für einen trockenen, ausreichend
belüfteten Lagerort. Fototaschen, die im Einsatz
nass geworden sind, sollten ausgeräumt werden,
um Beschädigungen Ihrer Ausrüstung durch
Feuchtigkeit und eventuell frei werdende Leder-
gerbmittel-Rückstände auszuschließen. Zum
Schutz gegen Pilzbefall (Fungus) beim Einsatz in
feuchtheißen Tropenklima sollte die Kameraaus-
rüstung möglichst viel der Sonne und Luft ausge-
setzt werden. Ein Aufbewahren in dicht abge-
schlossenen Behältern oder Taschen ist nur emp-
fehlenswert, wenn zusätzlich ein Trockenmittel,
wie z.B. Silicagel verwendet wird. Da jede Ver-
schmutzung gleichzeitig Nährboden für Mikroor-
ganismen darstellt, ist die Ausrüstung sorgfältig
sauberzuhalten.
Alle mechanisch bewegten Lager und Gleit-
flächen Ihrer Leica sind geschmiert. Bitte denken
sie daran, wenn die Kamera längere Zeit nicht
benutzt wird: Um einer Verharzung der Schmier-
stellen vorzubeugen, sollte die Kamera etwa alle
drei Monate ohne eingelegten Film mehrfach auf-
gezogen und mit allen Verschlusszeiten aus-
gelöst werden. Ebenso empfehlenswert ist wie-
derholtes Verstellen und Benutzen aller anderen
Bedienelemente, wie z.B. den Bildfeldwähler.
Auch die Entfernungs- und Blendeneinstellringe
der Objektive sollten von Zeit zu Zeit bewegt wer-
den.
Ein Objektiv wirkt wie ein Brennglas, wenn pral-
ler Sonnenschein frontal auf die Kamera ein-
wirkt. Die Kamera sollte deshalb auf keinen Fall
ohne Schutz vor starker Sonneneinstrahlung
weggelegt werden. Aufgesetzter Objektivdeckel,
Kameraunterbringung im Schatten (oder gleich in
der Tasche) helfen Schäden im Kamerainneren zu
vermeiden.
Kamera und Objektive werden zur Beseitigung
von Flecken und Fingerabdrücken mit einem sau-
beren, fusselfreien Tuch abgewischt. Gröbere
Verschmutzung in schwer zugänglichen Ecken
des Kameragehäuses lassen sich zweckmäßig
mit einer kleinen Bürste beseitigen. Bitte benut-
zen Sie zur Säuberung des Gehäuses keine flüs-
sigen Reinigungsmittel, Staub und Fusseln im Ka-
merainneren (z.B. auf der Filmführung) werden
am besten mit einem weichen Haarpinsel, der
wiederholt in Alkohol entfettet und getrocknet
werden muss, vorsichtig entfernt. Dabei darf der
Verschlussvorhang, beispielsweise mit dem47
Schaft des Pinsels, nicht beschädigt werden.
Auf den Objektivaußenlinsen sollte Staubbeseiti-
gung mit dem weichen Haarpinsel normalerweise
völlig ausreichen. Falls sie jedoch stärker ver-
schmutzt sind, können sie mit einem sehr saube-
ren, garantiert fremdkörperfreien, weichen Tuch
in kreisförmigen Bewegungen von innen nach
außen vorsichtig gereinigt werden. Wir empfeh-
len Mikrofasertücher (erhältlich im Foto- und Op-
tikfachhandel), die im Schutzbehälter aufbewahrt
werden, und bei Temperaturen bis 40°C wasch-
bar sind (kein Weichspüler, niemals bügeln!). Bril-
lenreinigungstücher, die mit chemischen Stoffen
imprägniert sind, sollten nicht benutzt werden,
weil sie Objektivgläser beschädigen können.
Optimalen Frontlinsenschutz bei ungünstigen
Aufnahmebedingungen (z.B. Sand, Salzwasser-
spritzer!) erreicht man mit farblosen UVa-Filtern.
Es sollte jedoch berücksichtigt werden, dass sie
bei bestimmten Gegenlichtsituationen und
großen Kontrasten, wie jedes Filter, unerwünsch-
te Reflexe verursachen können. Die immer emp-
fehlenswerte Gegenlichtblenden-Benutzung bringt
zusätzlichen Schutz vor unbeabsichtigten Finger-
abdrücken und Regen.
Notieren Sie die Fabrikationsnummer Ihrer LEICA MP
und Objektive, weil sie im Verlustfall außeror-
dentlich wichtig sind.48
Stichwort-Verzeichnis Seite
Akademie, Leica………………………………………..52
Anzeigen im Sucher ……………………………….5/29
Auslöser, siehe auch Verschluss und
Technische Daten ………………………………..10/50
Batterien ……………………………………………………7
– Automatische Batteriekontrolle……………………8
– Einsetzen und Auswechseln der Batterien……..7
– Hinweise zur Batteriebenutzung…………………..9
– Verwendbare Batterien ………………………………7
Belichtung / Belichtungsmesser………………….28
– Allgemeine Hinweise zur
Belichtungsmessung ………………………………..36
– Abschalten des Belichtungsmessers…………..30
– B-Einstellung …………………………………………..30
– Einschalten des Belichtungsmessers ………….28
– Einstellen der Belichtung / – einer
passenden Zeit/Blenden-Kombination………..29
– Messbereich …………………………………………..30
– Messdiagramm ………………………………….31/33
– Unterschreiten des Messbereichs………………30
– Messfeldgröße im Sucher……………….32/34-35
Bildfeldwähler……………………………………………24
Blitzbetrieb……………………………………………….38
– Synchronisation ………………………………………38
Entfernungseinstellung ………………………………26
– Einstellring ……………………………………………..18
– Messfeld………………………………………26/34-35
– Mischbildmethode …………………………………..26
– Schärfentiefe…………………………………………..19
– Schnittbildmethode………………………………….26
Film …………………………………………………………12
– Einlegen …………………………………………………13
– Zurückspulen u. herausnehmen …………………14
Filmempfindlichkeit……………………………………15
– Einstellen ……………………………………………….15
– Einstellbereich…………………………………………16
Filter………………………………………………………..40
Gegenlichblenden ……………………………………..20
Halten der Kamera, richtiges……………………….21
Infodienst, Leica………………………………………..53
Internet / Leica Homepage…………………………53
Leuchtrahmen / Messsucher………………………2249
Objektive, Leica M……………………………………..17
– Ansetzen und Abnehmen …………………….16/17
– Aufbau……………………………………………….17-19
– Verwendung bisheriger Objektive ………………20
Pflege-Tipps für Kamera und Objektive …………46
Reparaturen / Leica Customer-Service ………..53
Schärfentiefe-Skala……………………………………19
Schnellschalthebel …………………………………….11
Sucher …………………………………………………….22
– Anzeigen…………………………………………….5/29
– Leuchtrahmen…………………………………………22
– Aufsetzbare Sucher ………………………………….41
Technische Daten………………………………………50
Tragriemen …………………………………………………6
Verschluss, siehe Auslöser und
Technische Daten ………………………………..10/50
Zeit/Blenden-Kombination,
siehe Belichtungseinstellung und
Messdiagramm………………………………29/31/33
Zeit-Einstellrad ………………………………………….10
Zubehör……………………………………………………40
– Handgriff M…………………………………………….45
– Filter ……………………………………………………..40
– Korrektionslinsen…………………………………….43
– LEICAVIT M …………………………………………….44
– Motor M …………………………………………………43
– Rückspulkurbel ……………………………………….44
– Sucher für 21/24/28mm-Objektive …………..41
– Sucherlupe M 1,25x ………………………………..42
– Taschen………………………………………………….45
– Wechselobjektive…………………………………….4050
Technische Daten
Kamera-Typ Kompakte Kleinbild-Messsucher-Systemkamera
mit mechanisch gesteuertem Verschluss.
Objektiv-Anschluss Leica M-Bajonett.
Objektivsystem Leica M-Objektive von 21 –135mm.
Belichtungsmessung Belichtungsmessung durch das Objek-
tiv (TTL), selektiv bei Arbeitsblende.
Messprinzip Gemessen wird das von einem Messfleck auf
der Mitte des 1. Verschlussvorhangs reflektierte Licht. Der
Messfleck hat einen Durchmesser von 12mm und entspricht
damit ca. 13% des vollen Negativ-Formats, bzw. im Sucher
ca. 1 / 2 der kurzen Seite des gültigen Sucherrahmens.
Messbereich (b. ISO 100/21°) Von 0,03 cd/m
2
bis 125 000
cd/m
2
bei Raumtemperatur, normaler Luftfeuchte und Blende
1,0. Bei ISO 100/21° entspricht dies EV-2 bis 20 bzw. Bl.1 und
4s (B-Einstellung) bis Bl. 32 und 1/1000 s. Blinken der linken
dreieckigen LED im Sucher signalisiert Unterschreitung des
Messbereichs.
Messzelle für vorhandenes Licht (Dauerlicht-Messungen)
Silizium-Fotodiode mit Sammellinse oben links hinter dem
Bajonett der Kamera.
Film-Empfindlichkeitsbereich Manuelle Einstellung von ISO
6/9° bis ISO 6400/39°.
Belichtungs-Betriebsart Manuelle Einstellung von Verschluss-
zeit und Blende und Abgleich mittels LED-Lichtwaage.
Blitz-Belichtungssteuerung
Blitzgeräte-Anschluss Über Zubehörschuh mit Mittenkon-
takt und/oder Norm-Blitzanschlussbuchse.
Syn

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